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Löschwasser satt auf Burg Gleiberg

07. 06. 2021

Die Burg Gleiberg als Wahrzeichen der Region benötigt neben andauernden Instandhaltungsmaßnahmen auch besonderen Schutz vor Brandgefahren. Hierfür arbeiten der Gleiberg-Verein, die Gemeinde Wettenberg sowie die Feuerwehr Hand in Hand. Aktueller Höhepunkt war die Befüllung einer zusätzlichen Zisterne zur Löschwasserreserve auf der Burg durch die Feuerwehr am 5. Juni 2021.

Weithin sichtbar ist zurzeit die Einrüstung der Oberburg zur Sanierung des Mauerwerks. Direkt unterhalb der Einrüstung befindet sich die Entnahmestelle der 84m3 großen Löschwasserzisterne, die sich innerhalb der Oberburg befindet. Diese Zisterne befand sich bis zum letzten Jahr als Wasserhochbehälter in Besitz der Gemeinde Wettenberg und wurde durch Beschluss der Gemeindevertretung an den Gleiberg-Verein übereignen.

Hierdurch entstand eine Win-Win Situation, da der Gemeinde die Kosten des Rückbaus von rund 30.000,- € erspart blieben und der Gleiberg-Verein nun eine zusätzliche Schutzmaßnahme vorweisen kann. Ein extern erstelltes Brandschutzgutachten aus dem vergangenen Jahr umfasst eine Vernetzung der Rauchmelder, die Überarbeitung der Flucht- und Rettungswege und den Einbau von Rauchvorhängen im Albertus- und im Nassauerbau in Abstimmung mit der Brandschutzaufsicht des Landkreis Gießen sowie dem Denkmalschutz. Die Umnutzung des Hochbehälters zur Löschwasserzisterne war hierin nicht gefordert, da die geforderte Löschwasserversorgung durch die Gemeinde sichergestellt werden kann. Es ist allerdings eine sinnvolle Ergänzung, die bei größeren Brandereignissen einen ausreichenden Puffer bis zum Aufbau einer Schlauchleitung vom Wasserhochbehälters Eule oder dem Vorlagebehälter Hardtweg bietet. Seitens der Feuerwehr Wettenberg war eine kleine Gruppe der Einsatzabteilung Wißmar unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Christian Buhl an der Befüllung beteiligt. Er ging auf die aus feuerwehrtechnischer Sicht besondere Situation der Burganalage ein, deren Innenhof mit der Zisterne nur durch zwei Löschfahrzeugen aus den Ortsteilen Wißmar und Launsbach erreicht werden kann. Hieraus resultierend, existiert seitens der Feuerwehr ein sogenannter Feuerwehreinsatzplan, der vorgeplante Maßnahmen skizziert. Über diesen Einsatzplan sowie die Befüllung des Löschwasserreservoir informierten sich Dr. Jürgen Leib sowie Gerhard Schmidt vom Vorstand des Gleiberg-Vereins dessen Weitsicht bei der Umnutzung des alten Hochbehälters die Arbeit der Feuerwehr im Einsatzfall erheblich erleichtert. Besonderer Dank gilt dem Wirt des Burg-Restaurants, Axel Horn, der die Einsatzkräfte während der Befüllung der Zisterne verpflegte.

 

 

Text: Sebastian Moos

Bilder: Feuerwehr Wettenberg

 

Bild zur Meldung: Löschwasser satt auf Burg Gleiberg

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Löschwasser für die Burg Gleiberg (05. 06. 2021)

 

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